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Ökopolis Tiberkul
Vorstellung der Gemeinschaft Ökopolis Tiberkul/Sibirien
Einleitende Worte
von Wladimir und Luba aus Tiberkul
Das Gemeinschaftsleben sollte auf ein geistige Gemeinsamkeiten gegründet sein.
Alle Gesetze können nur erfüllt werden, wenn einige geistige Gesetze beachtet werden.
Die Realität die gerade mit uns ist, ist genau richtig für uns. Alle Schwierigkeiten sind nur da, damit wir uns weiterentwickeln
Fakten zu Ökopolis
Existiert seit 1991
250 Quadratkilometer Land
35 Dörfer
5000 Menschen internationaler Herkunft gehören zur Gemeinschaft
ca. 1000 Kinder bis 18 Jahre
1500 Männer – Rest Frauen (Viele Frauen aber kein Matriachat)
Wirtschaftliches:
100 Werkstätten
10 verschiedene Handwerke
Die Werkstätten bilden das Rückgrat der Gemeinschaft
Ziel ist alle Bedürfnisse der Gemeinschaft selbst vor Ort zu erfüllen.
Alles von Beginn bis Ende des Herstellungsprozesses möchte die Kommune langfristig selbst realisieren und dabei ein geschlossenes System bilden.
Dadurch wäre die Gemeinschaft sicher auch gegen jede Krise.
Das Ziel der Autarkie ist derzeit noch nicht erreicht, jedoch wäre die Gemeinschaft unter fast allen äußeren wirtschaftlichen Bedingungen lebensfähig.
Noch nicht in allen Dörfern ist Strom, die Gemeinschaft sucht deshalb nach alternativen Energien und ist auch hierfür in Europa.
Es wird bereits Solar- und Windkraft genutzt, auch Wasserkraft soll bald genutzt werden
Stromversorgung ist eines der zentralen Themen im Moment – auch hier ist Autarkie das Ziel
Schenkwirtschaft:
Innerhalb der Gemeinschaft wird Schenkwirtschaft gelebt (Alle Waren und Dienstleistungen werden unentgeltlich den anderen Mitgliedern zur Verfügung gestellt.) Die Gemeinschaft bemüht sich die Bedürfnisse des/der Einzelnen zu erfüllen.
Geld wird nicht innerhalb der Gemeinschaft verdient, sondern durch Verkauf nach „draußen“.
Alles Geld, das von dort kommt, fließt in eine Gemeinschaftskasse.
Menschen, die nur innerhalb der Gemeinschaft arbeiten, werden von der Gemeinschaft versorgt, auch mit Geld aus der Gemeinschaftskasse, wenn dieses benötigt wird.
Unterschiedliche Eigentumsverhältnisse existieren trotzdem – manche Mitglieder besitzen mehr als andere.
Sozial- und Gesundheitssystem:
Die Gemeinschaft hat ein eigenes Sozialsystem und hilft Menschen, die sich selbst nicht versorgen können.
Sie hat zusätzlich zu staatlichen Systemen und Einrichtungen auch eine eigene medizinische Versorgung und ein eigenes Gesundheitssystem.
Selbst leichte Operationen können vor Ort durchgeführt werden
Grundlage ist ein alternative Medizin, die Krankheit vor allem als ein spirituelles Phänomen begreift. Ärzte aus der Gemeinschaft helfen nur, wenn beim kranken das Bewusstsein über den Ursprung der Krankheit und die Bereitschaft zu menschlicher Veränderung sichtbar ist
(Erste Hilfe natürlich ausgenommen)
Grundlage des Menschenverständnisses der Gemeinschaft insgesamt ist, das der Mensch sich innerliche Arbeit tun muss, um zu Harmonie und Gesundheit zu gelangen.
Kindererziehung
Die Kindererziehung ist auf spirituellen Prinzipien gegründet.
z.B: zu lernen, niemals anderen gegenüber negative Gefühle oder Gedanken zu haben, sondern allen Seelenwärme zu schenken, was auch immer geschehen mag.
Auch wenn Kinder etwas nicht können, sind sie auch selbst immer sicher, das niemand schlecht über sie denkt.
Die Gemeinschaft unterhält eigene Kindergärten und Schulen.
Grundlage ist eine positive Pädagogik: z.B. erfolgt der Geschichtsunterricht vor allem über die Kunstgeschichte, nicht die Geschichte der Kriege
Der Fokus des Bildungssystems liegt auf positiven Aspekten
Die Pädagogik vereint eine breit ausgelegte Waldorf-Pädagogik, aber auch anderer Elemente zu einem eigenen System.
Prinzipien
Achtsamkeit
Sorge
Friedfertigkeit
Alle sind zu innerer Arbeit angehalten
Geschlechterverhältnis
Die Männer verehren das Weibliche/die Schönheit der Frauen – darauf gründet sich die Schöpferkraft der Männer. Dabei geht es nicht um das sexuelle.
Viele in der Gemeinschaft glauben an eine grundsätzliche Verschiedenheit von Mann und Frau:
Der Mann hat vor allem geistige Qualitäten, die Frau vor allem natürliche.Erst die Verbindung bringt Harmonie.
„Die Frau folgt der Natur, der Mann folgt Gott“
Die Frau profitiert vom Bewusstsein, dass der Mann von Gott erhält, der Mann profitiert von der Verbindung der Frau zu den natürlichen Kräften.