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Veranstaltungsökonomie
Ökonomie des Gebens, Transparenz, Regiogeld
Die veranstaltende Gemeinschaft wagt im Rahmen dieser Non-Profit-Veranstaltung mit der Ökonomie des Gebens ein unternehmerisches Experiment. Es geht um ein gutes Verhältnis von Geben und Nehmen, wofür jeder Mensch guten Willens ein tiefes Gespür in sich trägt. Wir vertrauen und erwarten eine sich selbst einstellende Balance. Das Entscheidende dabei ist für uns die innere Haltung der Beteiligten. Wenn jemand gibt mit der inneren Sicherheit, dass ihm auch gegeben wird, wenn er/sie es braucht, mag das genauso aussehen, wie wenn jemand nur gibt unter der Bedingung, dass der Nehmende auch Zug und Zug bezahlt oder etwas finanziell Gleichwertiges gibt (die Lateiner nannten das "do ut des" - Ich gebe, damit Du gibst). Die Welt braucht eine Marktwirtschaft des Gebens statt einer Wirtschaft, in der nur auf das Nehmen, auch das Geldverdienen, auf die Rendite geachtet wird. Dieser feine Unterschied im Bewusstsein der Handelnden kann und wird die Welt verändern.
Für uns bedeutet es, dass die erforderlichen Kosten und Preise für die einzelnen Leistungen wie üblich klar sind, aber dass in voller Eigen- und Gesamtverantwortung jede Teilnehmerin oder jeder Teilnehmer selbst entscheidet, in welcher Höhe und Form er/sie sich daran beteiligt. Zudem ermöglichen wir viele Formen von finanzieller und non-monetärer Kompensation in Form von Bezahlung in Euro und allen Währungen inkl. euro-konvertibler Regionalwährungen. Auch die mit uns zuvor abgestimmte, tatkräftige und kompetente Mithilfe bei Erfüllung wichtiger Aufgaben ist als Kompensation möglich. Und Spenden sind ebenfalls herzlich willkommen. Die veranstaltenden gemeinnützigen und gemeinschaftsnützigen Stiftungen können entsprechende, steuerlich ansetzbare Spendenquittungen ausstellen.
In diesem Zusammenhang ist uns auch der Verzicht auf buchhalterische Endabrechnung wichtig, d.h. wir rechnen nicht bei jeder einzelnen teilnehmenden Person oder Gemeinschaft nach, ob - wie sonst üblich - Leistung und Gegenleistung zahlenmäßig ebenbürtig sind, d.h. ob jeder seine Rechnung bezahlt hat. Das Finanzamt kommt dabei dennoch nicht zu kurz, denn steuerlich wird alles dokumentiert.
Wir bemühen uns auch Transparenz, das heißt, wir stellen nicht nur die inhaltlichen Veranstaltungsergebnisse, sondern auch wirtschaftliche Zahlen, Einnahmen und Ausgaben der Veranstaltung ins Internet, sodass sich jeder Teilnehmer informieren kann, jedoch nicht aus buchhalterischen Gründen, sondern mit dem Ziel der Transparenz und Vertrauensförderung.
Eine weitere veranstaltungsunternehmerische Entscheidung war, alle euro-kovertiblen Komplementärwährungen und Regiogeld als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Wir sind zwar der Meinung, dass in der derzeitigen Herrschaft des Zinseszinsgeldes Regiogeld finanziell nur begrenzt einsetzbar ist und noch auf verhaltene Resonanz stößt. Aber Regiogeld war in den letzten Jahren wichtig, um für die Geld- und Finanzproblematik generell sensibilisieren zu helfen. Die Chancen, die sich daraus für die Zukunft ergeben, werden sich bald noch deutlicher zeigen, insb. wenn die Liquditätsentsorger in Form von globalisierenden Energie-, Wasser- und Nahrungsmittelkonzernen die Regionen finanziell nicht mehr auszehren können, weil die Menschen Nein sagen und immer mehr dezentral und regional wirtschaften. In und von der Region selbst, dezentral geschöpftes Geld wird dann neben einer Kultur und Okonomie des Gebens zu einer neuen "Blüte" kommen. Allerdings würde dann das Regiogeld durch die derzeit geltenden Gesetze der Welt sofort illegal und die Macher kriminalisiert, weil wollen Geldsystem und Gesetzgeber sind nur bereit, das Regiogeld solange 'großzügig' zu dulden als es gesamtwirtschaftlich geringfügig, d.h. irrelevant ist. Aber genau das wird sich ändern.
Um es ganz klar zu sagen: Wir sind keine verträumten Spinner. Wir stehen vielmehr fest auf dem Boden der Tatsachen. Wir sind als Visionäre die Realisten von morgen und davon überzeugt, dass derartige Initiativen zum Wohle des Ganzen beitragen und viele weitere Menschen inspirieren werden, schlicht und einfach, weil es sinnvoll und not-wendig ist.