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Neue Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme
Vortrag von Peter Fitzek zum Thema „Neue Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme“
Peter hat mit einem speziellen rechtlichen Konstrukt aus einem Verein und einer Stiftung die Grundlage dafür geschaffen, eigene gesellschaftliche Strukturen aufzubauen. Diese können Träger für Firmen oder Behörden sein, welche dann weitgehend unabhängig vom bisherigen Wirtschafts- und Staatssystem agieren können.
Kern davon ist zur Zeit ein eigenes Regionalgeld, das „Engelgeld“, sowie eine Alternative zur Krankenkasse (derzeit nur für Selbständige) und eine eigene Rentenkasse.
Das Engelgeld (Ein Neues GELd) ist steuerfrei zwischen Vereinsmitgliedern. Buchhaltung und Bürokratie vereinfachen sich oder fallen ganz weg. Es ist sachwertgedeckt, da von den eingetauschten Euros Sachwerte gekauft werden (z.B. Immobilien, die dann innerhalb des Vereins renoviert werden). So ist es derzeit ca. zehnfach überdeckt und birgt damit keine Inflationsgefahr.
In Wittenberg gibt es bereits ein großes Netz an Akzeptanzstellen für da Engelgeld, vom Baumarkt über Reisebüros bis Mietwohnungen. Anderswo befindet sich der Engel-Kreislauf noch in der Anfangsphase. Größere Gruppen gibt es z.B. in Wiesbaden, Leipzig, Berlin und Kiel.
Ein solches System lebt von der Beteiligung der einzelnen Menschen. Obwohl z.B. in Wittenberg genügend Arbeitsplätze gegen Engel angeboten werden, interessieren sich die Menschen jedoch nur schleppend dafür. Ein Grund mag Bequemlichkeit sein, oder die fehlende Bereitschaft, längere Strecken zu fahren etc.
Bis zur Realisation dieses Projektes hat es umfangreiche Verhandlungen mit den Behörden gebraucht. Letztendlich haben sie dem aber zugestimmt, weil sie selber Interesse haben an der Realisierung positiver, gemeinnütziger Systeme – und weil die Gesetze hierfür Raum bieten. Andere Gemeinschaften die weitgehend unabhängig vom Staat sind, gibt es z.B. in Italien (Damanhur). Auch der EU-kritische britische Politiker Nigel Farage arbeitet mit Stiftungen.
Der juristische Raum für solche Freiräume ist in den bestehenden Gesetzen gegeben, allerdings liest sie fast niemand so genau – die Juristen werden auch für solche Thematiken nicht ausgebildet – und mit Völkerrecht kennen sich nur sehr wenige aus.
Peter hat diese Gesetze gelesen und stellt dieses System-Konstrukt nun interessierten Menschen zur Verfügung, die ihre eigene Firma innerhalb des Engelgeld-Systems aufbauen können, oder einen bestehenden Betrieb (teilweise) umstellen können. Hierzu gibt es viele Möglichkeiten, dieses (auch nur teilweise / schrittweise) zu tun.
Künstlerische oder handwerkliche Tätigkeiten, die im Euro-System unwirtschaftlich oder fast unwirtschaftlich geworden sind, lohnen sich in einem Alternativsystem wie dem Engelgeld-System wieder, da die Lohnnebenkosten und Steuern wegfallen. Selbständige haben nicht mehr den Zwang, 60 Euro brutto verdienen zu müssen um 10 bis 15 Euro netto heraus zu bekommen, sondern das Verhältnis ist 1 zu 1.
Man ist nicht mehr gezwungen, als Selbständiger Marktlücken zu finden, sondern kann selber jede Tätigkeit anbieten, ebenso wie man andere für jede Tätigkeit einstellen kann. (Nur ethisch einwandfreie Tätigkeiten sind erlaubt da nur diese den Vereinszwecken übererinstimmen.)
Der „Staat“ enthäht seine Einnahmen (anstatt Steuern) durch die Überschüsse der Zweckbetriebe.
Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass ein breites Netz an Akzeptanzstellen geschaffen wird, die Engel annehmen, damit die in Engel bezahlten Menschen diese wieder ausgeben können.
Um diese Strukturen zu nutzen, muss man (kostenfrei) Fördermitglied bei „Neudeutschland e.V.“ werden. Anträge sind auf www.neudeutschland.org herunterladbar.