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Energiekreisläufe
Energiekreisläufe
Inhalte der Diskussion
Vernetzung vs. Autarkie:
Zivilisation erfordert Vernetzung und Arbeitsteilung
Autarkie nicht als „Abschottung“, sondern dann, wenn regionale Lösungen sinnvoller sind.
Bewusstsein zu schaffen, für reale Zusammenhänge und Konsequenzen.
Vernetzung der Regionen, teilweise sind Lösungen auf einer höheren Ebene nötig
Das gegenwärtige Problem ist, das Vernetzung nicht demokratisch kontrolliert wurde, sondern statt dessen als eine profitorientierte „Globalisierung“ realisiert wurde
Ziel ist also eine Teilautarkie, wo diese Sinn macht, in der regionale Ressourcen durch Vernetzung und Stoffkreisläufe optimal genutzt werden
Dabei ist Marktwirtschaft nicht zwingend ein Feindbild. Den langfristig ist das ökölogisch sinnvollste auch das ökonomisch sinnvollste. Viele Folgekosten werden aktuell einfach verschwiegen und nicht mit eingerechnet. Atomkraftwerke beispielsweise sind marktwirtschaftlich wahrscheinlich nicht profitabel. Wir haben keine Marktwirtschaft, sondern Monopol-Kapitalismus.
Fragestellung
Wie können wir in einem sozialen Verbund Lösungen in den Bereichen Nahrung, Energie, Wasser, etc. in der Region in einem sozialen Verbund realisieren.
Aktuelle Situation
Das Bewusstsein bleibt oft in „alternativen“ Kreisen, es wird aber nicht in Handlung umgesetzt und führt oft nur zu Selbstgefälligkeit.
Das Ausruhen auf „Besserwissen“ muss aufhören - Schuldzuweisungen nach außen helfen nicht weiter. Das Bewusstsein sollte endlich auch in einen Handlungsimpuls umgesetzt werden.
Gemeinschaften denken oft noch zu sehr in ihren eigenen, engen Grenzen – teilweise aus ökonomischem Druck heraus. In diesen engen Bereichen sind Lösungen nur begrenzt möglich.
Es muss eine Kultur der Kooperation und Beziehung entstehen. Hierzu bedarf es Initiative, Vernetzung und persönlichen Kontakt.
Lösungsansätze
Viele Dinge könnten regional einfach gelöst werden.
Erzeuger- und Verbrauchergemeinschaften können in vielen Fällen einiges in Bewegung setzen. (Essen, Energie, Car-Sharing). Einkaufsgemeinschaften für Strom können z.B. sogar kleine dezentrale Energiewerke finanzieren.
Dazu müssen die Bedürfnisse in der Region wahrgenommen und gebündelt werden.
Gerade im Bereich Bio-Lebensmittel ist das Problem oftmals der Vertrieb – auch hier könnte eine Verbrauchergemeinschaft Abhilfe schaffen.
Nicht der öffentlichen Verzichtsrethorik („Wir müssen den Gürtel enger schnallen“) folgen. Sie wird nicht weiterhelfen – alternative Angebote müssen attraktiv sein.
Mangel ist künstlich erzeugt – Stoffkreisläufe sind effizienter und produktiver, die Produkte sind nicht das Problem, sondern ihr Design/der Weg ihrer Herstellung. Es gibt jedoch längst das Wissen, wie es besser gehen kann, ohne das verzichtet werden muss. (z.B. Cradle to cradle)
Gerade im Angesicht einer möglichen Systemkrise müssen JETZT Lösungen angedacht werden.
Beispiele
Energiedorf Jühnde
Energie autarkes Dorf, hat einen kompletten Leitfaden von der ersten Infoveranstaltung über alle Antragsformulare um Fördergelder bis zu Realisation erstellt – es muss nur nachgemacht werden
Energy-Age Windkraftanlage
Kleine, neuartige Windkraftanlage, amortisiert sich sehr schnell, 500% mehr Energieausbeute gegenüber herkömmlichen Anlagen
http://www.autark-wohnen.com/de/windenergie/die-neue-generation-der-windkraftanlagen.html
Finanzierungen z.B. über GLS-Bank
Die GLS vergibt Kredite für Energie-Projekte gegen Bürgschaften auch von mehreren Geringverdienern
Kreislaufprojekte
z.B: bei Biogasanlagen: Anlagen können gleichzeitig Wärme und Terra preta produzieren. (z.B. Mohrbach im Rheinland/Güssing in Österreich)
Extremer Beratungsbedarf bei Gemeinschaften, Gemeinden, Unternehmen und der Öffentlichkeit – die Lösungen sind da, sie müssen nur kommuniziert werden.
Die Zeit ist gut: Es fließt gerade viel Geld von Staat/Klimafonds/etc. für Klimaprojekte.
Informationsquellen
Es bedarf einer zentralen Informationsquelle zum Thema, die Möglichkeiten sind noch zu wenig bekannt. Das gilt einerseits für die Technik, andererseits auch für Förderungs- und Finanzierungsfragen.
Eine Website zum Thema
http://www.regionales-wirtschaften.de
Abschließend berichtete Peter Fitzek vom Lichtzentrum Wittenberg über das dortige Projekt. Dieses hat schon eigene Bank, eigene Krankenkasse, eigenes Geld und wirtschaftet außerhalb des alten Systems. http://www.ganzheitlichewege.net/