Wirtschaftsforum der Gemeinschaften
Integral
Network
in english Die Zeit ist reif

Wirtschaftsforum der Gemeinschaften 2009

Die Zeit ist reif

Genug mit Theorie. Die Zeit drängt. Lasst uns von einer anderen Gesellschaft nicht nur träumen. Wir wollen sie entstehen lassen. Der Wunsch nach Veränderung atmet in Millionen von Menschen. Die Einladung, Teil dieses Wandels zu sein, ist in Großbuchstaben zwischen die Zeilen der täglichen Nachrichten gedruckt. Wir finden unser Sehnen und Suchen.

Dafür statt nur dagegen

Es reicht jetzt mit Globalisierungskritik und Krisenjammer. Egal wie sehr uns der gegenwärtige Zustand der Welt frustrieren mag, bloß „dagegen“ zu sein, wird nicht reichen. Über die Probleme zu meckern ist keine Lösung. Es gilt jetzt, das „Dafür“ zu stärken und der Welt lebbare Alternativen anzubieten. Denn Veränderung ist möglich, wenn wir den Auftrag dazu nicht an andere weiterzugeben versuchen.

Wissen bündeln

Das Wissen und die Kompetenz dazu sind längst vorhanden oder warten nur darauf geweckt zu werden. In unzähligen Gemeinschaften rund um den Globus werden alternative Lebens- und Gemeinschaftsentwürfe seit langem geübt und gelebt. Es wird Zeit, dieses wertvolle Wissen wahrzunehmen, zu vernetzen, zu teilen und mitzuteilen. Das Potential einer Gruppe ist größer als die Summe der Fähigkeiten ihrer einzelnen Mitglieder.

Basis stärken

Ein Baum braucht Wurzeln. In den aktuellen, stürmischen Zeiten des Wandels, Umdenkens und Übergangs ist existenziell wichtig, neben der persönlichen und geistigen auch eine materielle Grundlage für das Leben und Überleben von Gemeinschaften und ihren Mitgliedern zu schaffen. Und dabei ist es egal welche weltanschauliche Ausrichtung eine Gemeinschaft hat: Die Lebensgrundlagen sind für alle ähnlich. Ein Katholik wird ebenso hungern wie ein Moslem, ein Jude, ein Buddhist, eine Hindu und alle anderen Glaubenden oder Nichtglaubenden.  
Lasst uns uns verbinden und miteinander stärken.

Gemeinschaft 2.0

Einzelkämpfer haben weniger Spaß und sind außerdem von gestern. Lasst uns den Blick aus dem geschlossenen Rahmen der eigenen Bezugsgruppe hinaus lenken und Community größer, weiter und konkreter begreifen. Konkurrenzdenken und Ideologien müssen jetzt mal draußen bleiben. Wir können uns das ganz einfach nicht mehr leisten. Wir sind keine Massenmenschen, sondern Individualisten, die sich Gemeinschaft als Lebens-, Freude- und Erfolgsverstärker wählen.

Wirtschaftsforum der Gemeinschaften

Im Mittelpunkt dieses Treffens steht deshalb die in Gemeinschaften gesammelte Kompetenz zur Eigenversorgung in den Bereichen des täglichen Lebens: Land und Häuser - Lebensmittel – Wasser – Energie – Gesundheit - Kommunikation - Finanzen, Recht und Organisation - substanzorientierte Existenz- und Alterssicherung.
Teilnehmen werden viele Profis aus verschiedensten Gemeinschaften vom Ökodorf bis zum Kloster, von der Intentional Community bis zur Transition Town. Es geht dabei nicht um große Reden, sondern um praktisch gelebtes Wissen. Hoch bezahlte Koryphäen, die nur über Ideen reden und schreiben, hören diesmal vor allem zu oder bleiben zu Hause. Unser Ziel ist der Austausch von Know-How, die Vernetzung und Unterstützung von Gemeinschaften untereinander und die Schaffung einer stabilen Grundlage für einen gesellschaftlichen Wandel.
Web 2, Integral Network (IN), Computer für alle, Zugang zu Wissen für alle - das und mehr gehört dazu.
Hier im Forum der Gemeinschaft versammelt sich, was sich integrieren möchte. Das größte und leistungsfähigste Informations- und Kommunikationsmedium aller Zeiten, das Internet, erleichtert dramatisch unsere Bemühungen um Verständigung, Selbstständigkeit, Vernetzung und Kooperation. Wir kommunizieren mit modernsten Methoden, aber sind nicht abhängig davon, sind keine Spiele- oder Bildschirmjunkies. Im Marktplatz des Integralen Netzwerks könnt Ihr Euch selbst einbringen, orientieren, kommentieren, anbieten, suchen und finden. Wer davon aus technisch-finanziellen Gründen ausgeschlossen ist, noch keine Verbindung hat, aber eine will, muss kostengünstig eine erhalten. Das nternet ist weniger Geschäft als vielmehr Marktplatz mit globaler sozialer Verantwortung.

Die Welt als holares Fraktal

Als Sinnbild unserer Arbeit sehen wir die Welt in Holonen und Fraktalen, was nach Meinung vieler Wissenschafter eine realitätsnahe Vorstellung sein könnte. Holone stehen für die Vorstellung, dass alles, jeder und jedes Teil für sich eine ganzheitliche Einheit bildet, die wiederum aus vielen ganzheitlichen Einheiten besteht, im Großen wie im Kleinen. Das Kleine ist im Großen enthalten, logisch. Aber das Große spiegelt sich auch im Kleinen. Das Große ist Teil, der Teil das Große. Fraktale sind scheinbar chaotische Entwicklungen eines Impulses, die geheimnisvoll erscheinende innere, entelechiale Ordnungen in ästhetisch wunderschönen Formen offenbaren. Das Bild steht für Verbindung aller mit allen, transparente Interaktion, menschengerechte Anarchie, mutiges Fließen und optimistisches Entwickeln.

Verf.: Bernhard Wallner, David Rotter